Ratgeber · Mahnung
Eine Mahnung macht Druck, aber sie ist kein Grund zur Panik. Mit fünf ruhigen Schritten findest du heraus, ob die Forderung stimmt, was sie kostet und wie du am besten reagierst.
Wer schickt die Mahnung: der ursprüngliche Vertragspartner, ein Inkassobüro oder ein Gericht? Worum geht es, welche Summe, welche Frist? Das steht meist in wenigen Zeilen.
Hast du diese Leistung wirklich bezogen und ist sie offen? Stimmt der Betrag? Manchmal sind Rechnungen schon bezahlt oder Verträge gar nicht zustande gekommen. Bezahle nichts, was du nicht nachvollziehen kannst.
In Österreich gibt es keinen gesetzlich fixen Betrag für Mahnspesen, sie müssen angemessen und tatsächlich angefallen sein. Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern sind nur angemessene Inkassokosten zulässig, überhöhte Beträge kann ein Gericht herabsetzen.
Ist die Forderung berechtigt und kannst du zahlen: zahle fristgerecht. Kannst du nicht auf einmal: frag aktiv nach einer Ratenzahlung. Ist die Forderung unberechtigt: widersprich schriftlich, begründe kurz und hebe eine Kopie auf.
Kommt ein gerichtlicher Zahlungsbefehl, läuft eine Einspruchsfrist. Reagierst du nicht, wird die Forderung rechtskräftig und kann vollstreckt werden (Pfändung). Hier lieber rasch Beratung holen.
Mach ein Foto, und Liese erklärt dir in einfacher Sprache, welcher Betrag offen ist, welche Frist gilt und was die Spesen sind. Fristen kannst du dir direkt in den Kalender legen. Kostenlos in der Beta.
Liese kostenlos testenIn Österreich gibt es keinen gesetzlich fixen Betrag für Mahnspesen. Sie müssen angemessen und tatsächlich angefallen sein. Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern dürfen nur angemessene Inkassokosten verlangt werden, überhöhte Beträge kann ein Gericht herabsetzen. Im Zweifel die Höhe von der Arbeiterkammer prüfen lassen.
Eine offene, berechtigte Forderung wird meist an ein Inkassobüro übergeben und kann schließlich eingeklagt werden. Reagierst du auf einen gerichtlichen Zahlungsbefehl nicht innerhalb der Frist, wird die Forderung rechtskräftig und kann zwangsweise vollstreckt werden, etwa durch Pfändung. Deshalb: nicht ignorieren.
Zahle nicht vorschnell. Widersprich der Forderung schriftlich und begründe kurz, warum sie deiner Meinung nach unberechtigt ist. Hebe eine Kopie auf. Bei Unsicherheit hilft die Arbeiterkammer kostenlos.
Eine Mahnung ist eine Zahlungserinnerung des Gläubigers. Beim Inkasso übernimmt ein beauftragtes Büro die Eintreibung. Bei einer Klage entscheidet das Gericht, meist zuerst mit einem Zahlungsbefehl, gegen den du fristgerecht Einspruch erheben kannst.
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Liese gibt dir einen ersten Überblick. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Schritten wende dich an die Arbeiterkammer oder eine Rechtsberatung.